Zwischen Weiden, Eichen und Birken, irgendwo zwischen Hermersdorf und den Hügeln der Märkischen Schweiz, beginnt etwas Neues zu wachsen. Kein Projekt „von oben“, kein symbolischer Spatenstich – sondern ein Ort, an dem Naturschutz buchstäblich mit den Händen gemacht wird.
Isaak Baubkus, Baumretter und Kämpfer für die Artenvielfalt, hat hier seinen ersten BaumHub Brandenburgs gegründet. Und was auf seinem Land passiert, zeigt, was möglich ist, wenn Engagement, Naturverbundenheit und Gemeinschaft zusammenkommen.

 

„Entweder fressen sie die Schafe ab oder fallen der Sense zum Opfer – das finde ich schade“, erzählt Isaak. „Durch Mehr Bäume Jetzt können sie ein zweites Leben bekommen.“
Gemeint sind die kleinen Wildlinge, die sich jedes Jahr von selbst auf seinem Grundstück ansiedeln – Eichen, Weiden, Birken, Ahorn. Unscheinbare Überlebenskünstler, perfekt angepasst an Brandenburgs Klima. Viele von ihnen würden einfach verschwinden, bevor sie groß werden. Doch Isaak rettet sie – und schenkt ihnen eine Zukunft an Orten, wo sie gebraucht werden.

Warum das wichtig ist, lässt sich leicht erklären – und schwer übersehen: Brandenburg leidet unter Trockenheit, sinkenden Grundwasserspiegeln und sterbenden Wäldern. Neu gepflanzte Bäume überstehen die ersten Sommer oft nicht. Gleichzeitig wachsen jedes Jahr Millionen junger Bäume von selbst – kostenlos, lokal angepasst, robust.
Diese Wildlinge sind Hoffnungsträger. Und genau hier setzt Mehr Bäume Jetzt an: Wir retten, was sonst verloren ginge, und bringen es dorthin, wo Leben wieder Wurzeln schlagen kann.

Mit dem neuen BaumHub in Hermersdorf entsteht ein Ort, an dem diese Idee Form annimmt. Hier werden Wildlinge gesammelt, sortiert und an Freiwillige, Landbesitzer*innen und Kommunen weitergegeben. Es ist ein Ort des Lernens und des Miteinanders – ein Beispiel dafür, wie praktischer Klimaschutz aussehen kann, wenn Menschen einfach anfangen.

„Das Gelände soll ein Anschauungsobjekt werden, wo man sieht, was man für Artenvielfalt tun kann – auch im Kleinen“, sagt Isaak. „Ob in Berlin oder auf dem Land: Jede*r kann etwas für die Natur tun.“

Und genau darum geht’s: Nicht warten, bis jemand anderes handelt. Sondern hingehen, anfassen, mitmachen.

Am 22. November findet der erste Erntetag auf Isaaks Hof statt – eine Einladung an alle, die erleben wollen, was Baumrettung statt Ohnmacht bedeutet.
Denn jeder gerettete Baum zählt – und jeder Mensch, der anpackt, macht den Unterschied.

Hier kannst du dich anmelden: baumplaner.mehrbaeume.jetzt/veranstaltungen/erntetag-pauls-hof